Capiral Santé; 22.12.2014
von Sabine Ferrand;

Ausschnitt

Die meisen exotischen Super-Lebensmittel, die für ihre positive Wirkung auf die Gesundheit gerühmt werden, lassen sich in unseren Breiten schlecht anbauen. Und wenn man von den Schweizer Super-Lebensmitteln profitieren würde, wie es Prof. Kurt Hostettmann vorschlägt?

Aronia: für Herz, Augen und gegen Krebs

Aronia-Beeren, kleine, schwarze Früchte, die an schwarze Johannisbeeren erinnern und folglich viele natürliche Anthocyan-Pigmente enthalten, deren Farbskala von orange-rot bis dunklem Purpur reicht, stammen aus Nordamerika und können extrem tiefe Temperaturen aushalten (bis – 35°C).
„Dank ihrem sehr hohen Gehalt an antioxidativen Anthocyanen ist die Aronia-Beere ein hochaktiver Radikalfänger. Die Früchte und die mit ihnen hergestellten Erzeugnisse sind für die Prävention von Herz-Kreislaufkrankheiten und manchen Krebserkrankungen geeignet, wie z.B. Brust- und Darmkrebs. Sie beeinflussen das Verdauungssystem positiv und wirken heterproaktiv, bakteriostatisch und antiviral. Aronia ist auch für die Fähigkeit bekannt, den LDL-Cholesterinspiegel – das „schlechte“ Cholesterin – zu senken“, präzisiert Prof. Hostettmann.

Wie bei den Trauben ermöglicht ihr hoher Gehalt an Flavonoiden, ältere Leute gegen Makuladegeneration zu schützen, indem den Augen geholfen wird, die ultravioletten Strahlen besser zu filtern. Diese vor ungefähr 4 Jahren in der Schweiz eingeführte Superfrucht wird jedes Jahr mehr angebaut. In den letzten Jahren wurden über 50’000 Aronia-Sträuche gepflanzt, insbesondere um Bio-Säfte herzustellen. Doch in erster Linie wird die Beere in den osteuropäischen Ländern angebaut.